Patientenaufnahme
Gesundheitskarte einlesen ohne Kartenterminal
Die DoctorBox-App übernimmt die Stammdaten der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in den Patientenbogen: kontaktlos per NFC am Care Tablet, mit der Kamera auf jedem Tablet und iPad, am iPad auf Wunsch über einen Bluetooth-Kartenleser. Ihr Team tippt weniger ab, Patient:innen prüfen die Angaben selbst.
NFC
Chip lesen am Care Tablet und an Android-Tablets mit NFC
Kamera
auf jedem Tablet und iPad, Foto sofort gelöscht
99 €
netto je Bluetooth-Kartenleser fürs iPad (optional)
GKV · PKV
und Selbstzahler: Versicherungsart als erster Schritt
Digitale Patientenaufnahme
Was das Tablet von der Karte übernimmt
Für die assistierte Telemedizin und den Impfservice braucht Ihre Apotheke die Daten der versicherten Person. Von Hand hieße das: die Angaben von der Versichertenkarte abtippen. Die DoctorBox-App liest stattdessen die Stammdaten der elektronischen Gesundheitskarte: Name, Anschrift, Versichertennummer und Krankenkasse.
Diese Angaben fließen in die Vereinbarung zur assistierten Telemedizin, in den Abrechnungs-Sonderbeleg und in die Anmeldung bei der Praxis für die Videosprechstunde. Beim Impfen landen sie in der Dokumentation und in der Abrechnungshilfe für Ihre Apothekensoftware.
Es werden nur diese Stammdaten gelesen; ein Online-Abgleich der Versichertendaten und eine Anbindung an die Telematikinfrastruktur gehören nicht dazu.

Einlesen
Vier Wege zu den Kartendaten
Welcher Weg genutzt wird, hängt vom Gerät ab. Die Kamera und die Eingabe von Hand stehen an jedem Gerät zur Verfügung.
Kontaktlos per NFC
Care Tablet und Care Tablet XL lesen den Chip der Karte, eigene Android-Tablets mit NFC nutzen denselben Weg. Patient:innen legen die Karte auf. Dafür braucht es die sechsstellige Zugangsnummer (CAN) auf der Kartenvorderseite: Die Kamera erkennt sie, oder sie wird eingetippt. Ältere Karten ohne Zugangsnummer erfasst die Kamera.
Mit der Kamera scannen
Funktioniert auf jedem Tablet und iPad mit der DoctorBox-App. Die Kamera erkennt Name, Versichertennummer und Krankenkasse; das Institutionskennzeichen (IK) ordnet die App über das Kassenverzeichnis zu. Fehlt später das Ablaufdatum, scannt sie bei Bedarf auch die Rückseite. Die Texterkennung läuft auf dem Gerät, das Foto wird sofort gelöscht.
Am iPad mit Kartenleser
Optionales Zubehör: Die Karte wird in den Bluetooth-Kartenleser gesteckt, die App liest den Chip ohne Zugangsnummer. 99 € netto je Leser, bestellbar im Apothekenportal, nutzbar ab iPad-App-Version 1.0.34.
Von Hand
Die Eingabe von Hand bleibt an jedem Gerät möglich, etwa wenn sich eine Karte nicht lesen lässt. Klappt das Lesen per NFC oder Kartenleser nicht, geht es mit der Kamera weiter.
Geräte
Welches Gerät liest wie?
Die App läuft auf dem Care Tablet und auf vorhandenen iPads oder Android-Tablets Ihrer Apotheke.
| Gerät | Chip lesen | Kamera | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Care Tablet | NFC | ja | Zugangsnummer (CAN) nötig; die Kamera erkennt sie |
| Care Tablet XL (14 Zoll) | NFC | ja | wie Care Tablet |
| Eigenes Android-Tablet mit NFC | NFC | ja | wie Care Tablet; liest das Gerät die Karte nicht, weiter mit der Kamera |
| Eigenes Android-Tablet ohne NFC | – | ja | Kamera oder Eingabe von Hand |
| iPad | optional per Bluetooth-Kartenleser (99 € netto) | ja | Kartenleser ab iPad-App 1.0.34, ohne Zugangsnummer |
An jedem Gerät bleibt die Eingabe von Hand möglich. Am Care Tablet braucht es weder Kartenlesegerät noch Konnektor. Mehr zu den Geräten: Care Tablet · Software für das eigene Tablet.
Ablauf
Prüfen statt abtippen
So läuft die Aufnahme am Tablet, bevor die strukturierte Ersteinschätzung oder die Impfdokumentation beginnt.
- 01
Versicherungsart wählen
Jeder Fall beginnt mit der Wahl: gesetzlich, privat oder Selbstzahler. Danach passt sich der Ablauf an.
- 02
Karte einlesen
Per NFC, mit dem Kartenleser am iPad oder mit der Kamera. Der Kartenschritt kommt bei gesetzlich Versicherten, in der Telemedizin wie beim Impfen.
- 03
Angaben bestätigen
Das Tablet zeigt die übernommenen Angaben. Patient:innen bestätigen mit „Ja, die Daten stimmen“ oder ändern sie.
- 04
Fehlendes ergänzen
Danach fragt der Bogen nur noch Kontaktdaten und fehlende Angaben ab, nach einem Kamera-Scan etwa die Anschrift. Dann geht es mit dem Fall weiter.
Gesetzlich Versicherte lesen in der Telemedizin ihre Karte ein und unterschreiben danach am Tablet die Vereinbarung. Privatversicherte und Selbstzahler füllen einen Kurzbogen aus und sehen vorab einen Kostenhinweis. Beim Impfen lesen ebenfalls nur gesetzlich Versicherte ihre Karte ein; Privatversicherte und Selbstzahler gehen direkt in den Bogen. Nach dem Lesen vom Chip, also per NFC oder mit dem Kartenleser am iPad, zeigt die Übersicht „Bitte prüfen Sie Ihre Daten“ alle Angaben vom Chip. Nach einem Kamera-Scan bestätigen Patient:innen Name, Versichertennummer und Krankenkasse.
Wie Ihr Team die Aufnahme begleitet, zeigt die Schulung und Einrichtung. Wie es nach der Aufnahme weitergeht, steht bei der strukturierten Ersteinschätzung.
Patientenbogen
Ein Bogen, der beim Ausfüllen hilft
Was die Karte nicht liefert, fragt ein geführter Bogen Schritt für Schritt ab: Person, Versicherung und Kontakt.
Kassensuche mit IK
Gesetzliche und private Krankenkassen erscheinen beim Tippen. Für gesetzlich Versicherte übernimmt der Bogen das Institutionskennzeichen (IK); fehlt es im Verzeichnis, wird es von der Karte abgetippt.
Adressvorschläge
Beim Tippen der Anschrift schlägt der Bogen passende Adressen vor. Das hilft vor allem, wenn die Kamera die Karte erfasst hat, denn die Anschrift steht nicht auf der Karte.
Prüfung bei der Eingabe
Versichertennummer, Datumsangaben, Telefonnummer und E-Mail prüft der Bogen schon bei der Eingabe und zeigt Fehler direkt am Feld.
Deutsch und Englisch
Per Flagge wechselt die App auf Englisch. Nach jedem Fall springt sie zurück auf Deutsch.
Datenschutz
Was mit den Kartendaten passiert
- Kamera: Die Texterkennung läuft auf dem Gerät. Das Foto der Karte wird sofort gelöscht.
- Nach jedem Fall: Am Ende des Falls löscht das Tablet alle Patientendaten, Kamerafotos und Browserdaten, ebenso nach fünf Minuten ohne Eingabe (mit Vorwarnung).
- Verschlüsselt: Vereinbarung und Abrechnungsbeleg werden auf dem Tablet verschlüsselt. Im Apothekenportal sind Namen und Dokumente erst nach Eingabe der DoctorBox-PIN lesbar, Übersichten bleiben ohne Namen.
Mehr dazu: Datenschutz in der assistierten Telemedizin.
Kosten
Was die Kartenaufnahme kostet
Das Einlesen der Karte ist Teil der DoctorBox-App. Ein eigenes Entgelt dafür gibt es nicht.
| Gerät oder Zubehör | Einmalig | Monatlich |
|---|---|---|
| Software auf eigenem Tablet oder iPad | 0 € | 50 € je aktivem Gerät |
| Care Tablet, vorkonfiguriert | 1.000 € | 50 € |
| Care Tablet XL (14 Zoll), vorkonfiguriert | 1.200 € | 50 € |
| Bluetooth-Kartenleser fürs iPad (optional) | 99 € je Leser | – |
Stand: Oktober 2026. Alle Preise netto zzgl. Umsatzsteuer. Dazu kommt je abgeschlossener strukturierter Ersteinschätzung ein Entgelt von 4 € bei 12 Monaten Laufzeit oder 8 € mit 30 Tagen Kündigungsfrist. Den Kartenleser bestellen Sie im Apothekenportal, mit Lieferfiliale und Bestellstatus; die Rechnung entsteht automatisch. Alle Konditionen: Kosten im Überblick.
Kartenaufnahme in Ihrer Apotheke
Das Care Tablet kommt vorkonfiguriert und liest die Gesundheitskarte per NFC. Haben Sie schon ein iPad oder Android-Tablet, läuft die App auch dort. In der kostenlosen Anfrage klären wir, welches Gerät zu Ihrem Beratungsraum passt.
FAQ
Häufige Fragen
Braucht die Apotheke ein Kartenterminal, um die Gesundheitskarte einzulesen?
Nein. Am Care Tablet, am Care Tablet XL und an eigenen Android-Tablets mit NFC liest die DoctorBox-App den Chip der Karte kontaktlos. Ein Kartenterminal oder ein Konnektor ist dafür nicht nötig. Am iPad erfasst die Kamera die Karte; wer dort den Chip lesen möchte, ergänzt optional einen Bluetooth-Kartenleser für 99 € netto.
Welche Daten liest das Tablet von der Gesundheitskarte?
Nur die Stammdaten: Name, Anschrift, Versichertennummer und Krankenkasse. Vom Chip kommen in der Regel alle vier Angaben. Die Kamera erkennt Name, Versichertennummer und Krankenkasse; fehlt das Ablaufdatum, scannt sie bei Bedarf auch die Rückseite. Die Anschrift ist auf der Karte nicht aufgedruckt, sie fragt dann der Patientenbogen ab.
Kann ich die Gesundheitskarte am iPad einlesen?
Ja, auf zwei Wegen. Ohne Zubehör erfasst die iPad-Kamera die Karte. Mit dem optionalen Bluetooth-Kartenleser stecken Patient:innen die Karte ein, und die App liest den Chip ohne Zugangsnummer. Der Leser kostet 99 € netto, Sie bestellen ihn im Apothekenportal und verbinden ihn einmalig in der Administration der App. Er funktioniert ab der iPad-App-Version 1.0.34. NFC nutzt die App am iPad nicht.
Was ist die Zugangsnummer (CAN) auf der Gesundheitskarte?
Die CAN ist eine sechsstellige Nummer auf der Vorderseite der Karte. Das Tablet braucht sie, um den Chip kontaktlos per NFC zu lesen. Die Kamera erkennt die Nummer, sie lässt sich auch eintippen. Ältere Karten ohne Zugangsnummer erfasst die Kamera. Am iPad mit Kartenleser ist die Zugangsnummer nicht nötig.
Was passiert mit dem Foto der Karte und den Daten?
Die Texterkennung läuft auf dem Gerät, das Foto wird sofort gelöscht. Nach jedem Fall löscht das Tablet alle Patientendaten und Kamerafotos, ebenso nach fünf Minuten ohne Eingabe (mit Vorwarnung). Dokumente wie Vereinbarung und Abrechnungsbeleg werden auf dem Tablet verschlüsselt. Namen und Dokumente sind im Apothekenportal erst nach Eingabe der DoctorBox-PIN lesbar.
Wie läuft die Aufnahme bei Privatversicherten und Selbstzahlern?
Jeder Fall beginnt mit der Wahl der Versicherungsart. In der Telemedizin lesen gesetzlich Versicherte ihre Karte ein und unterschreiben die Vereinbarung. Privatversicherte und Selbstzahler füllen einen Kurzbogen aus und sehen vorab einen Kostenhinweis. Die ärztliche Leistung rechnet die Praxis nach GOÄ ab. Beim Impfen geben Privatversicherte und Selbstzahler ihre Daten ebenfalls im Bogen ein, ohne Kartenschritt.
Wird die Gesundheitskarte auch beim Impfen eingelesen?
Ja, bei gesetzlich Versicherten. Bei der Grippe- und COVID-19-Impfung für Erwachsene ab 18 Jahren kommt der Kartenschritt auf denselben Wegen wie in der Telemedizin. Die Daten stehen danach in der Impfdokumentation und auf dem Kassen-Spickzettel, mit dem Ihr Team die Impfung in der Apothekensoftware abrechnet.
Stand: Oktober 2026. Funktionsumfang nach dem aktuellen Stand der DoctorBox-App; einzelne Wege hängen vom Gerät und von der App-Version ab. Technische Voraussetzungen der assistierten Telemedizin: Ratgeber. Keine Rechtsberatung.